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Die deutsche Film- und Bühnenschauspielerin Nina Hoss ist vor allem für ihre Zusammenarbeit mit dem deutschen Drehbuchautor und Filmregisseur Christian Petzold in zahlreichen Filmen, darunter „Barbara“ und „Phoenix“, bekannt.
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Alter, frühes Leben und Bildungshintergrund
Nina Hoss stammt aus Stuttgart, Baden-Württemberg, und wurde am 7. Juli 1975 im Zeichen des Krebs geboren, was sie 2023 48 Jahre alt macht. Sie ist die Tochter des ehemaligen deutschen Gewerkschaftsfunktionärs und Politikers Willi Hoss, der zuvor für die Grünen in den Bundestag gewählt wurde, und von Heidemarie Rohweder, einer Schauspielerin, die in den 1970er Jahren in „Tatort“ und 1999 in „Der Vulkan“ bekannt war. Ninas Mutter – verstorben im März 2014 – wird für ihre Arbeit am Stuttgarter Nationaltheater und als Direktorin der Württembergischen Landesbühne Esslingen (Württembergisches Staatstheater) in Esslingen in Erinnerung gehalten. Nina verbrachte ihre Kindheit in Hamburg und wuchs zusammen mit ihrem Bruder Florian Hoss auf, der heute als Filmemacher und Fotograf arbeitet. Beeinflusst von ihrer Mutter entwickelte Hoss schon in jungen Jahren Interesse am Schauspiel.
Nina wurde an der Bezirksbasierten Ernst-Busch-Schauspielschule in Niederschöneweide ausgebildet, von der sie 1997 graduierte. Später schrieb sie sich an der Universität der Künste Berlin ein. Darüber hinaus verfeinerte sie ihre Schauspielkünste an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, kurz HfMT Hamburg.
Bühnenauftritte
Hoss begann im Alter von sieben Jahren mit dem Schauspiel in Hörspielen und mit 14 Jahren auf der Bühne. Von 1998 bis 2013 war Hoss Mitglied des Ensembles am Berliner Deutschen Theater, wo sie in zahlreichen Stücken auftrat, darunter „Minna von Barnhelm“, in dem sie die Rolle der Madea spielte. 2013 trat sie als Ensemblemitglied der Schaubühne Thater bei und war in drei Produktionen von Thomas Ostermeier zu sehen, darunter „Little Foxes“ von Lillian Hellman im Jahr 2014 und „Bella Figura“ von Yasmina Reza im darauffolgenden Jahr. Sie spielte auch die Hauptrolle in der Bühnenadaption des Romans „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon im Jahr 2017.
This Thursday ( Feb, 15 ) I will be in conversation with the great Nina Hoss and Christian Martin at St. Ann's Warehouse in Brooklyn, right after the "Returning to Reims" performance – around 10pm. See you there ! More infos : https://t.co/EFaCrjOZWY pic.twitter.com/9Rmt0X45NR
— Edouard Louis (@edouard_louis) February 13, 2018
Film- und Fernsehauftritt
Nina erregte 1996 mit ihrer Darstellung der Luxuseskorte Rosemarie Nitribitt in dem deutschen biografischen Film „Ein Mädchen namens Rosemary“ die öffentliche Aufmerksamkeit. 2001 ergatterte sie eine Rolle in dem deutschen Psychothriller „Something to Remind Me“, für die sie mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Hoss spielte 2005 in dem Film „Die weiße Massai“ an der Seite von Jacky Ido, und ihr nächster bemerkenswerter Auftritt war in dem von Christian Petzold inszenierten Drama-Thriller „Yella“ aus dem Jahr 2007, für den sie zahlreiche Preise erhielt. 2012 arbeitete sie erneut mit Petzold in dem Drama „Barbara“ zusammen, in dem sie die Ärztin Barbara spielte, die in den 80er Jahren in eine ostdeutsche Provinzstadt verbannt wurde.
Hoss erhielt in Hollywood für ihre Leistung in dem TV-Spionagethriller „Homeland“ (2014-2017) große Anerkennung, wo sie in drei Staffeln der Serie eine deutsche BND-Agentin porträtierte, die auf der israelischen TV-Serie „Prisoners of War“ basierte. Im Jahr 2014 ergatterte Hoss eine weitere karriereprägende Rolle als Nelly Lenz in dem deutschen Filmdrama „Phoenix“ – ihre Leistung brachte ihr zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter einen Golden Space Needle Award des Seattle International Film Festivals und einen Toronto Film Critics Association Award, beide im Jahr 2015, sowie einen Seattle Film Critics Award als beste Schauspielerin im Jahr 2016. Im Jahr 2019 spielte Nina in zwei deutschen Filmen, „The Audition“ und „Pelican Blood“, die Hauptrolle.
Ninas nächste größere Rolle war in der TV-Miniserie „The Defeated“ aus dem Jahr 2020, die auch als „Shadowplay“ bekannt ist. 2022 spielte sie die Nebenrolle der Sharon Goodnow in dem Psychodrama „Tar“, welche ihr zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen einbrachte. Im selben Jahr wurde sie für die Hauptrolle der Alena in der dritten Staffel des amerikanischen Politthrillers „Tom Clancy’s Jack Ryan“ ausgewählt.
Andere Werke und soziales Engagement
Im Jahr 2014 nahm Hoss den Song „Europa geht durch mich“ mit der walisischen Rockband the Manics, oder Manic Street Preachers, auf. Anschließend war sie auf dem Album „Bright Magic“ (2021) der in London ansässigen Musikgruppe Public Service Broadcasting zu hören, die aus vier Musikern besteht.
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Hoss war Jurymitglied des Locarno Film Festivals (2009), das jährlich im August in der Schweiz stattfindet, der Berlinale (2011) und des 73. Internationalen Filmfestivals von Venedig (2016). Darüber hinaus war sie 2000 Jurymitglied der Preisverleihung „First Steps“ für Nachwuchsfilmemacher der Deutschen Filmakademie. 2019 wurde sie in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Amerika aufgenommen.
Hoss ist eine engagierte Frauenrechtsaktivistin, die häufig mit den Organisationen Make Poverty History zusammengearbeitet hat, um gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) zu kämpfen. Sie ist davon überzeugt, dass FGM Folter ist, eines der schlimmsten Verbrechen in einer zivilisierten Gesellschaft, und hofft, dass diese primitive Praxis in naher Zukunft aufgegeben wird. Hoss ist außerdem Goodwill-Botschafterin (genauso wie ihr verstorbener Vater) für den brasilianischen Bundesstaat Pará – sie spricht sich gegen die Zerstörung der Regenwälder aus, die die Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung des Bundesstaates ruinieren. Im Jahr 2004 und 2010 wurde sie als eine der Delegierten der Grünen zur Bundesversammlung (auch Bundeskonvent) ernannt, um für den deutschen Bundespräsidenten zu stimmen.
Auszeichnungen und Ehrungen
Von den 58 Auszeichnungen, für die sie nominiert wurde, hat Nina bis September 2023 25 gewonnen. Ihre Leistung in „Tar“ brachte ihr zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen ein: Sie gewann 2022 einen Florida Film Critics Circle (FFCC) Award, 2023 einen Virtuoso Award des Santa Barbara International Film Festivals und wurde 2023 für einen Film Independent Spirit Award, die National Society of Film Critics Awards (USA) und den International Online Cinema Award (INOCA) nominiert. Für ihre Leistung in „The Audition“ erhielt Hoss 2019 einen Stockholm Film Festival Award und einen Silbernen Seashell Award des San Sebastian International Film Festivals. Sie wurde 2016 für ihre Leistung in „Homeland“ für einen Screen Actors Guild Award nominiert.
Im Jahr 2013 erhielt Hoss die einzige staatliche Auszeichnung ihres Landes, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, und 2015 wurde sie zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur, Frankreich, ernannt.
Persönliches Leben
Hoss ist eine verheiratete Frau; sie tauschte 2015 das Jawort mit dem britischen Musikproduzenten Alex Silva aus, nachdem das Paar über anderthalb Jahrzehnte lang liiert gewesen war, bevor sie heirateten. Silva begann seine Karriere als Musikproduzent, nachdem er 1995 nach London gezogen war, und hat seitdem mit zahlreichen berühmten Künstlern zusammengearbeitet, darunter Paul McCartney, Dave Stewart und Herbert Grönemeyer. Das Paar bevorzugt es, sein Leben privat zu halten; sie haben keine gemeinsamen Kinder.
Hoss bekennt sich zur christlichen Religion.
Größe, Gewicht und äußeres Erscheinungsbild
Hoss ist weiß und hat ein Paar blaue Augen und lange blonde Haare. Sie ist schlank gebaut, wiegt ungefähr 59 kg (130 Pfund), ist 1,78 m (5 Fuß 10 Zoll) groß und hat die Körpermaße 86-61-89.
Vermögen
Hoss hat sich dank ihrer erfolgreichen Schauspielkarriere in Deutschland und den USA einen Namen gemacht. Ihr Vermögen wird 2023 auf etwa 2 Millionen Dollar geschätzt.



